Die Galerie

14.7. - 30.8.2012

Elisabeth Axmann - Norddeutsche Landschaften

1934 in Berlin geboren, durchstreifte Elisabeth Axmann mit ihrem Bruder die Kultureinrichtungen der Besatzungsmächte: im Russischen Kulturhaus Unter den Linden gab es russische Filme und Kunst, im amerikanischen Pendant am Nollendorfplatz das nämliche Programm aus den USA und mit Juri Kubicek einen Jackson-Pollock-Schüler, der 1949 – 50 der eben 15-Jährigen und ihrem 4 Jahre älteren Bruder, aus dem der bekannte Pop-art-Künstler Carl Bianga werden sollte, ersten Unterricht erteilte. 1953 wurde sie an der Hochschule für Bildende Künste Berlin als Studentin angenommen, wo sie bis 1957 bei Karl Hofer und Hans Jaenisch freie Malerei und bei Wolf Hoffmann Radierung studierte. Sie gewann 1961 den Kunstpreis der Internationalen Triennale für farbige Graphik, Grenchen/Schweiz und erhielt 1961 – 64 Arbeitsstipendien der Stadt Berlin. 1965 zog sie um nach Hamburg, seit 1969 arbeitet sie dort als freischaffende Künstlerin.

Im Kabinett

Regina Ouhrabka - unter Bewußtsein

Die neuen Arbeiten, von Regina Ouhrabka (*1955 in Frankfurt/M.), die unsere Kabinett-Ausstellung zeigt, kommen leicht gezeichnet, fast spielerisch daher: Kugelschreiberzeichnungen auf – da bleibt sie ihrem arte-povera-Material treu – Packpapier. „Absichtslos“ habe sie begonnen, diese meist 30 x 21 cm großen Blätter zu bezeichnen, und dieses Absichtslose ist spürbar. Die Wesen, halb Tier, halb Untier, halb Mensch, sind noch nirgends je beschrieben worden. Und wenn sie eine Vervielfachung der Geschlechtsorgane, z.B. der Augen, ins Bild setzt, dann hat man den Eindruck, das ist das wirkliche Abbild der Welt. Absolut plausibel. Und mit ca. 120 EUR für eine solche Zeichnung im Format 30 x 21 cm ist diese auch barrierearm anzulanden.