Die Galerie

18.11.2011 - 17.1.2012

Lithografie zur Vorzugsausgabe von Kurt Tucholsky - Schloß Grispholm

Hans Traxler - Original-Aquarelle der Illustration: Kurt Tucholsky - Schloß Gripsholm

Hans Traxler wurde 1929 in Herrlich/Böhmen geboren und wuchs in Sangerberg auf. 1945 kam er nach Regensburg. Dort ging er durch die harte Zeichenschule des ehemals Prager Akademieprofessors Max Geyer, der ihn u.a. mit Sepiakreide die 82 (!) Bewegungen des menschlichen Arms zeichnen ließ. Mit 17 Jahren verkaufte Traxler seine erste Karikatur an eine Münchner Illustrierte und übersiedelte 1951 nach Frankfurt am Main, wo er seither lebt.

Ab 1954 studierte er an der Städelschule Lithographie und Freie Malerei in der Klasse von Georg Meistermann. Ab 1962 arbeitete Traxler für die neu gegründete Satirezeitschrift PARDON zusammen mit Chlodwig Poth sowie anderen später berühmt gewordenen Angehörigen der "Neuen Frankfurter Schule". In seiner ersten Buchveröffentlichung "Die Wahrheit über Hänsel und Gretel" (1963) berichtete er unter dem Pseudonym Georg Ossegg über die angebliche archäologische Ausgrabung des Lebkuchen-Hexenhauses. Wegen des Buches, das der Germanist Heinz Rölleke als „eine der besten Märchenforschungs-Persiflagen, wenn nicht die beste überhaupt“ bezeichnete, wurde gegen Traxler wegen Betruges ermittelt.

1979 war Traxler Mitbegründer des Satiremagazins TITANIC. Das 1982 erschienene Buch „Birne – das Buch zum Kanzler” mit den Texten von Peter Knorr gehört zu den bekanntesten Arbeiten Hans Traxlers. Zudem veröffentlichte er ab 1980 eigene Serien im Zeit-Magazin und arbeitete für die Magazine der FAZ, der SZ und andere. Für sein Lebenswerk wurde er 2006 mit dem Göttinger Elch, 2007 mit dem Deutschen Karikaturenpreis ausgezeichnet.