Die Galerie

11.10. - 17.11.2011

Inge Jastram - Radierungen und illustrierte Bücher

Inge Jastram wurde 1934 in Naumburg an der Saale geboren. Nach einer Schneiderlehre mit Gesellinnenabschluss begann sie ein Studium als Modezeichnerin in Erfurt, das sie jedoch abbrach. 1952 – 57 studierte sie an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee, u.a. bei Werner Klemke, und beendete das Studium mit dem Diplom als Buchgrafikerin.

In den ersten Jahren nach dem Studium arbeitete sie als Zeitungsillustratorin, gestaltetet aber auch Projekte im Rahmen von "Kunst am Bau". 1958 heiratete sie den Bildhauer Jo Jastram (1928 – 2011) und zog mit ihm nach Rostock, wo sie im gleichen Jahr ihren Sohn Jan zur Welt brachte, der heute ebenfalls ein anerkannter Bildhauer ist, ebenso wie die 1962 geborene Tochter Susanne (heute: Susanne Rast).

Jastram war in der DDR vor allem für den Hinstorff- und den Eulenspiegel-Verlag als Buch- und Zeitungsillustratorin tätig, schuf aber auch (u.a. zusammen mit Feliks Büttner) riesige Wandbilder. Nach 1989/1990 zeichnete sie zunächst hauptsächlich Porträts von Prostituierten in Berlin. Sie ist wohl eine der versiertesten Radiererinnen Deutschlands, und mit ihrem technischen Können setzt sie sowohl erotische wie auch gesellschaftspolitische Themen eindringlich ins Bild. Sie bekennt sich in ihrem künstlerischen Schaffen ausdrücklich zu Wahlverwandtschaften mit Henri Toulouse-Lautrec und George Grosz.

Im Kabinett

Alfred Pohl - Neue Holzschnitte

Alfred Pohl studierte ab 1947 in Trier, Lüneburg und Hannover. 1965 arbeitete er im Atelier von Johnny Friedlaender in Paris. Von 1967 bis 1970 arbeitete als Lehrer am Collegio Peruano-Aleman Alexander von Humboldt in Peru, 1972 – 1974 in Kolumbien. Seit 1974 ist er wieder in Göttingen ansässig.
Alfred Pohl gehört zu den bedeutendsten zeitgenössischen Holzschnittkünstlern Deutschlands. Arbeiten des Künstlers kauften u. a. das Museum of Modern Art New York, der Deutsche Bundestag und die Graphische Sammlung der Princeton University Library an.