Der Blog

Wie finden Sie Ihre Bücher?!

29. Mai 2017

Ich habe mich jetzt, unabhängig voneinander, mit zwei Kundinnen über deren vermeintlich merkwürdige Kriterien zur Auswahl eines Buches unterhalten: die eine wählt (auch) danach aus, wie sich das Papier anfühlt, die andere befühlt den Einband und bevorzugt glatte Oberflächen. Beide kamen sich etwas merkwürdig deswegen vor, aber mal ehrlich: Wenn das wahr wäre, bin ich ein Posterbeispiel für Verrücktheit!

Wenn wir neue Bücher bekommen, streichle ich sie nicht nur, ich rieche auch an ihnen. Und ich liebe beispielsweise die „Wasserwelten“ von Baobab-Books schon alleine deshalb, weil ich den Siebdruck riechen kann!

Oder die Pratchett-Ausgaben der Folio Society… die sind in Samt eingebunden. Samt!!! Manchmal nehme ich die Bücher nur mal einfach so in die Hand, weil dieser tolle, weiche Stoff die Laune hebt. „Der erste Horizont meines Lebens“ von Corobca habe ich gelesen, weil mich das Büchergilde-Buch (im wahrsten Sinne des Wortes) herausfordernd angeschaut hat. Oder „Mein Vater ist Putzfrau“ von Azzeddine, weil der Protagonist diejenigen anschaut, die mir in der Bahn gegenübersitzen. Ich habe es nicht bereut.

Deshalb: Es gibt eine Unmenge an Büchern und es gibt viele, die mir oder den beiden Kundinnen gefallen könnten – irgendwie müssen wir ja auswählen. Und warum nicht nach den eigenen, ganz persönlichen Kriterien, die sich auf das Äußerliche beziehen?! Denn, im Gegensatz zur Beurteilung von Menschen, ist das Äußere bei körperlichen Büchern genau ihre Stärke, das, was ein gutes Buch zu etwas Besonderem macht, das, was aus einem guten Text ein gelungenes Gesamtkunstwerk macht.
(Lisa)

Sie haben die Wahl

beim LiBeraturpreis!
19. Mai 2017

Der wird an eine Autorin aus Afrika, Asien oder Lateinamerika vergeben. Und an welche Schrifttstellerin für welches Buch, das dürfen wir Lesenden entscheiden.
Die Litprom e.V. hat eine Abstimmseite dafür eingerichtet (Link s.u.). Dort können Sie bis zum 31.Mai Ihre Stimme abgeben.

Zehn Bücher sind nominiert – und alle sind spannende, hochkarätige literarische Werke, die zu lesen, sich absolut lohnt!

Bis zum Ende der Abstimmmöglichkeit halten wir die nominierten Bücher für Sie bereit. Mit „Der Ort, an dem die Reise endet“ von Yvonne Adhiambo Owuor ist auch ein Titel aus dem Büchergilde-Programm dabei. („Die Vegetarierin“ von Han Kang ist bei der Büchergilde inzwischen vergriffen; wir haben die sogenannte Originalausgabe des Aufbau-Verlags für Sie da.)

Bis jetzt führen die großartige Storysammlung „Ministerium für öffentliche Erregung“ von Amanda Lee Koe (Singapur) und der in leisen Tönen gehaltene, politische Roman „Tarlan“ von Fariba Vafi (Iran) die Abstimmung an.

Also stimmen Sie mit, wenn Sie Lust haben – lesen Sie vorher die Bücher, wenn Sie das richtig gut machen wollen!

Hier geht es zum LiBeraturpreis bei Litprom.de!

Lesen hat Stil. Mehr denn je

– da(für) gibt es Kein & Aber!
8. Mai 2017

Wir präsentieren gerade diese Aktion des wunderbaren Schweizer Kein & Aber Verlags an unserer Wand in Ihrer Büchergilde Buchhandlung.

Kein & Aber hat nämlich eine schicke und also stilvolle Taschenbuch-Reihe. Alle Bücher weiß, mit Bild und vor allem mit farbigem Schnitt. Das macht schon was her.
Und es gibt da tolle Bücher:

Truman Capote wird von Kein & Aber mit einer Werkausgabe betreut, die nach und nach auch als Taschenbuch erscheint.
Die Reihe „Per Anhalter durch die Galaxis“ von Douglas Adams,
der tolle Roman „Löwen wecken“ von Ayelet Gundar-Goshen,
„Die Ahnungslosen“ von Francoise Segal (ja, die Tochter des „Love Story“-Autors mit einer wunderbaren verrückten und schönen Liebesgeschichte um ein junges Paar in der jüdischen orthodoxen gemeinde Londons).
Immer wieder toll ist auch der Bestseller „Zwei an einem Tag“ von David Nichols: dieser Roman um zwei Menschen, die eigentlich zusammen gehören und doch zu spät zusammen kommen, hat mich sehr begeistert!

Und für wenn Sie selbst mal was loswerden wollen, das schöne Notizbuch mit dem Titel „Schreiben, nicht tippen“ – als sanfte Ermahnung, sich beim Aufschreiben seiner Gedanken ein bißchen Zeit und Sorgfalt zu gönnen.

„Schreiben, nicht tippen“ war auch ein Ratschlag von Truman Capote. Und der war „schwul, süchtig und ein Genie“ – der mußte es also wissen, nicht wahr?

Mit bunten Grüßen
Ihr Oliver Fründt