Der Blog

Frankfurt liest wieder ein Buch…

… dieses Jahr von Herbert Heckmann
27. April 2017

Sie haben es sicher mitbekommen: Auch dieses Jahr liest Frankfurt wieder gemeinsam ein Buch. In diesem Jahr den Roman „Benjamin und seine Väter“ von Herbert Heckmann:

Ein Panorama der zwanziger und dreißiger Jahre des 20. Jahrhunderts aus der Sicht eines Jungen in Bornheim, dessen Vater sich aus dem Staub gemacht hat.

So wächst er behütet und von vielen Rätseln und Geheimnissen begleitet in der Berger Straße auf.

Es lohnt sich unbedingt, hier wieder mitzulesen!

Herbert Heckmann: Benjamin und seine Väter
Schöffling Verlag, Euro 22,00

Damit „Frankfurt liest ein Buch“ ein richtiges Event wird, gibt es bis zum 7.Mai auch wieder viele Veranstaltungen.
Wir selbst machen keine, halten aber natürlich das Buch für Sie bereit.

Hier können Sie Benjamin und seine Väter bei uns bestellen!

Hier gibt es weitere Infos zu Frankfurt liest ein Buch 2017

Frühlingsgefühle und frohe Ostern

für Männer, für Frauen, für alle!
14. April 2017

Oh Frühling! Oh Frühlingsgefühle! Dazu passt der neue Roman von Doris Knecht: Alles über Beziehungen (Rowohlt Verlag, Euro 22,95).

Dieser tolle Roman könnte ruhig das Buch dieses Frühjahrs sein – finde ich von ganzem Herzen!
Für Männer, für Frauen, mit und ohne, mit vielen und ganz vielen Beziehungen und Affairen und Geschichten – oder auch, für wenn man nur mal wissen will, wie so was so ist. Oder sein könnte.


Der sexsüchtige Kulturmanager Viktor, kurz vor seinem fünfzigsten Geburtstag, nennt das lieber „hypersexuell“. Und er lässt sich ja von einem Therapeuten analysieren – um sich bestätigen zu lassen, dass er nunmal nicht anders kann…

Das anstehende Kulturfestival, das er leitet, und sein bevorstehender Geburtstag machen weiteren Stress. Da tut es gut, ständig mit dem Rad unterwegs zu sein, sich selbst toll zu finden und eben immerzu und überall und mit allen möglichen Frauen liebezumachen. – Das Wort „Ausziehcouch“ bekommt dabei doch tatsächlich eine doppelte Bedeutung!


Doris Knecht erzählt großartig, manchmal etwas schnoddrig, zum Teil wie in gesprochener Sprache. Und das funktioniert glänzend und mitreißend.
Richtig interessant und spannend wird ihr Roman, als die Geschichten einiger von Viktors Geliebten erzählt werden. Nicht nur aus deren Sicht, sondern auch die Umstände, Gefühlswelten und Ansichten. Das gibt der ganzen Sache eine Tiefe, die ich zuerst nicht vermutet hatte.

Anfangs staunte ich vor allem darüber, dass „Alles über Beziehungen“ ein Männerroman von einer Frau zu sein schien. Wow, dachte ich, woher weiß die das alles so genau? Und wie schafft sie es, diese Dinge einfach so runter zu erzählen?


Auch wenn es so wirkt, es ist gar nicht einfach. „Alles über Beziehungen“ hat eine so verschlungene und komplexe Struktur wie Beziehungen nebst Nebenbeziehungen ja auch. Das ist großartig gemacht – und beim Lesen denkt man überhaupt nicht darüber nach. Man folgt einfach dieser Geschichte von lauter Geschichten, die, übrigens, gar nicht gut endet.

Tolles Buch. Lesen Sie das!

Ach ja, und frohe Ostern!

(Oliver Fründt)

Hier kriegen Sie Alles über Beziehungen!